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Antiquariat alte historische Aktien
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Accumulatoren-Fabrik Hagen
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Die Accumulatoren Fabrik (AFA) wurde 1888 in der aufstrebenden
Industriestadt Hagen,
am Südostrand des Ruhrgebiets, gegründet. 1890 erfolgte unter Beteiligung von
Siemens AG
und
AEG sowie
durch die Deutsche
Bank die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Bis zur Jahrhundertwende
entstand in
Hagen auf dem Gelände eines
ehemaligen Hammerwerkes die zu dieser Zeit größte Fabrik für Akkumulatoren und Batterien
auf dem europäischen
Kontinent. 1960 erfogte die Umbenennung in "VARTA AG".
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![]() Bestell-Nr. D174 Preisliste |
![]() Bestell-Nr. D113 Preisliste |
![]() Bestell-Nr. D18 Preisliste |
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![]() Schwedisches U-Boot "Hajen" ![]() Montage einer U-Boot Batterie |
Im Sommer 1904 bestellte die Germaniawerft bei der AFA vier Batterieanlagen für drei
russische Boote sowie für das erste deutsche U-Boot SM U 1. Die Werft bestand jedoch auf der Lieferung von
Watt-Torfbatterien, die weniger leistungsfähig als die von der AFA zu dieser Zeit bereits an die schwedische, amerikanische
und italienische Marine gelieferten Akkumulatoren in Großoberflächenbauweise waren. Sämtliche U-Bootbatterien der AFA wurden bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich im Stammwerk Hagen hergestellt, wo eine eigene U-Boot-Abteilung eingerichtet worden war. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 war die AFA der einzige Lieferant der kaiserlich-deutschen Marine sowie im Einflußgebiet der K.u.K. Monarchie. Darüber hinaus zählten auch zahlreiche ausländische Marinestreitkräfte zu den Abnehmern von U-Bootbatterien. Im internationalen Vergleich gehörte die AFA daher zu den leistungsfähigsten Produzenten und Lieferanten für U-Bootbatterien. In den ausländischen Tochterfirmen der AFA wurden ab 1909 eigene "U-Boot-Abteilungen" eingerichtet, so zum Beispiel in Stockholm, St. Petersburg, Mailand und Wien. Im zaristischen Rußland beherrschte der AFA -Konzern den Absatzmarkt für U-Bootbatterien seit 1910 vollständig. Auch in Schweden war die AFA das führende Unternehmen auf diesem Rüstungssektor. Unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnte die AFA im Exportgeschäft außerdem vertragliche Regelungen mit den weltweit leistungsstärksten Konkurrenzunternehmen der AFA , die britischen Chloride und die amerikanische Exide, abschließen. Deshalb war der Weltmarkt für U-Bootbatterien im Sommer 1914 zwischen diesen drei Hauptlieferanten aufgeteilt worden. Der Erste Weltkrieg machte die wirtschaftspolitischen Planungen der AFA unter Adolph Müller zunichte. Bis auf die Tochterfirmen in den skandinavischen Ländern sowie in Spanien verlor die AFA bis 1919 sämtliche Werke in Italien, Rußland, Großbritannien und in Südosteuropa. |
| Nach dem für das Deutsche Reich verlorenen Ersten Weltkrieg und dem durch den Versailler Vertrag 1919 auferlegten Bauverbot für deutsche U-Boote mußte die AFA sich in ihrer Rüstungsproduktion auf Exportaufträge beschränken. Über das 1922 von deutschen Werftfirmen gegründete "Ingenieurskaantor voor Scheepsbouw" im niederländischen Den Haag sowie aufgrund von Aufträgen durch ausländische Seestreitkräfte konnte die AFA dennoch ihre Entwicklungsarbeit auf diesem Gebiet fortsetzen. |
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Von den AFA -Tochterfirmen in Spanien, Norwegen und Schweden, aber auch durch das deutsche AFA -Werk im westfälischen Hagen
wurden in den 1920er Jahren zahlreiche U-Bootbatterien hergestellt und zum Beispiel an Chile, Argentinen, Schweden,
Norwegen, Italien, Spanien, Japan und die Sowjetunion geliefert. Die AFA war in diesem Zusammenhang - ähnlich wie deutsche
Firmen für Diesel- und Elektromotoren - zwischen 1925 und 1933 maßgeblich am Aufbau der sowjetischen U-Bootflotte
beteiligt. Aus Geheimhaltungsgründen erhielten die im Werk Hagen hergestellten Batterien und Bauteile keine
Herkunftsmarkierungen. Im Zweiten Weltkrieg mußte die AFA aufgrund der hohen Lieferanforderungen der Kriegsmarine neben ihrem Hauptwerk in Hagen und der bereits seit 1938 im Aufbau begriffenen Fabrik in Hannover, im Frühahr 1943 in Posen ein weiteres Großwerk in Betrieb nehmen. Weitere geplante Werke, z.B. in Wien und Mülhausen, kamen 1944 nicht mehr zum Anlauf. Trotz der vermehrten Luftangriffe, die vor allem das AFA -Werk in Hagen schwer in Mitleidenschaft zogen, sowie den Versorgungsproblemen durch den im Kriegsverlauf ansteigenden Rohstoff- und Energiemangel konnen die drei AFA -Werke im Herbst 1944 kurzzeitig bis zu 80 U-Bootbatterien monatlich abliefern. Neben U-Bootbatterien produzierte die AFA vor allem auch Torpedobatterien und ab Sommer 1944 auch Spezialbatterien für die deutschen Kleinst-U-Boote "Seehund", "Hecht", "Biber" und "Molch". Der Umsatz des AFA -Konzerns hatte sich vor allem durch die Marinerüstung zwischen 1939 und 1945 fast verzehntfacht. Im Sommer 1943 mußte der deutsche U-Bootkrieg, die "Schlacht im Atlantik", aufgrund der ansteigenden Verlusten schlagartig abgebrochen werden. Die Hauptursache für diese militärische Niederlage der deutschen U-Boote waren die unzureichenden technischen Möglichkeiten der hauptsächlich eingesetzten Bautypen VII und IX, die eigentlich nur Tauchboote darstellten. Einmal getaucht, konnten die Boote aufgrund ihrer geringen Fahrgeschwindigkeit sowie den unzureichenden Batteriekapazitäten den gegnerischen Abwehrmaßnahmen unter Wasser nur schwer entkommen. Von den Alliierten war zudem die U-Bootabwehr seit 1941 durch das Unterwasserortungsgerät ASDIC und Radar verbessert worden. Eine seit Anfang 1943 fast lückenlose Luftüberwachung durch viermotorige Langstreckenmaschinen ermöglichten den Alliierten vermehrt die Entdeckung und Zerstörung von U-Booten, die zur Ladung ihrer Batterien auftauchen mußten. Zugleich war in England der geheime Enigma-Code der deutschen Wehrmacht entschlüsselt worden, so daß die britische Admiralität relativ genau über die Operationen und Planungen der deutschen U-Bootführung informiert war. Im Sommer 1943 setzte die deutsche U-Bootführung ihre Hoffnung auf die neu entwickelten U-Boottypen mit einem luftunabhängigen "Walter-Gasturbinenantrieb". Diese U-Boote ermöglichten eine nahezu ständige Unterwasserfahrt mit hohen Geschwindigkeiten und bedeuteten eine Revolution in der U-Bootkriegsführung. Der Bau solcher U-Boote wurde jedoch durch die unzureichende Zulieferung von speziellen Treibstoffen verhindert. |
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| In dieser Situation entstanden im Sommer 1943 auf Grundlage des strömungsgünstigen Designs der "Walter-U-Boote" die sogenannten "Elektro-U-Boote" der Typenklassen XXI (Hochsee) und XXIII (Küstengewässer und Nordsee). Diese Boote verfügten über eine vergrößerten Batterienanlage, beim Typ XXI mit 236 Tonnen Gewicht und 372 Einzelzellen des Bautyps AFA 44 MAL 740. Beide U-Bootklassen stellten aufgrund ihrer Eigenschaften wie Geschwindigkeit und Tauchzeit die ersten wirklichen Unterwasserboote dar. |
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