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Chrysler - die Geschichte der Autos
Alte historische Aktien und Wertpapiere

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Walter P. Chrysler wird 1875 in Wamego/Kansas geboren

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Der legendäre Chrysler Six

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Serie G80 Bild
Serie 70
Ein Überblick
1892  W.Chrysler beginnt eine Lehre bei der Union Pacific in Ellis/Kansas
1908  W.Chrysler wird mit 33 Jahren Top Manager der Chicago Great Western Railway. Gehalt: 350 $ / Monat. Er kauft sich für 5 000 $ sein erstes Auto; einen weissen Locomobile Phaeton mit roter Innenausstattung.
1912  W.Chrysler wird Produktionschef der Buick Motor Co. in Flint/Michigan einer Tocher der General Motors Co. Er fing dort mit einem Jahresgehalt von 6 000 $ an. Er schaffte eine Steigerung der Tagesproduktion von 20 auf 550 Fahrzeuge.
1917  W.Chrysler wird Präsident von Buick und schafft es die Firma zur profitabelsten Marke bei General Motors zu machen.
1919  W.Chrysler wird zusätzlich noch Vizepräsident von GM und verantwortlich für die Produktion.
1920  W.Chrysler tritt von seinem Posten bei GM zurück, da er Meinungsverschiedenheiten mit dem Boss William C. Durant hat.
Aber der Ruf von Chrysler ist so gut, dass er bei Willys-Overland eingestellt wird. Er bekommt freie Hand für seine Arbeiten und ein unglaubliches Gehalt: 1 Million $ pro Jahr.
Zusätzlich bringt er die Maxwell Motor Co. wieder auf Trapp und wird ein Jahr später deren Präsident.
Er stellt 3 Ingenieure ein, die ein völlig neues Auto entwickeln sollen, damit Willys-Overland wieder Gewinne macht.
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Bestell-NR.: USA703a
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Bestell-NR.: USA177
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Bestell-NR.: USA703
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Bestell-NR.: USA181
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Bestell-NR.: USA180
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Bestell-NR.: USA264
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1924  Das neue Auto ist fertig und wird "Chrysler Six" genannt. Aber es ist noch nicht im Handel erhältlich. Deshalb darf es Chrysler nicht auf der New York Car Show zeigen. Er mietet stattdessen die Lobby eines nahen Hotels für die Vorstellung. Die Presse sieht im Chrysler Six eine wahre Sensation. Das Auto erreicht 110 km/h bei 68 PS und einem Hubraum von 3.3 L. Es hat bereits hydrauliche Bremsen an allen Rädern und Stossdämpfer. Das Auto wird 32.000 Mal verkauft.
1925  Am 6. Juni geht die Maxwell Motor Corp. an die Chrysler Corp. über.
Am Jahresende gibt es ca. 3.800 Chrysler Händler in den USA.
Chrysler führt als erster US-Hersteller Schwingungsdämpfer ein.
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Bestell-NR.: USA182
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Bestell-NR.: USA179
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Bestell-NR.: USA178
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1926  Die Chrysler-Modellpalette umfasst 3 Serien, deren Modellname die jeweilge Höchstgeschwindigkeit angibt: Serie G-70, G-58 und G-80.
Chrysler ist nun auf Platz 5 der US-Hersteller.
1928  Für das untere Preissegment wird der Typ "Plymouth" eingeführt. Das erste Modell kostete 670 $ und hatte 45 PS und Hydraulikbremsen an allen Rädern; die Karosse ruhte auf Gummilagern.
Für das mittlere Preissegment wurde die Marke "DeSoto" gebaut. Nach 14 Monaten sind bereits 100.000 Stück verkauft.
Mit der Dodge Brothers, Inc. übernimmt Chrysler eine fünfmal so grosse Firma. (Dodge stellte seit 1914 Autos her und fertigte ab 1916 als erster Hersteller Ganzstahl-Karossen in Grosserien).
1929  Zusammen mit Ford und GM gehört Chrysler nun zu den Grossen Drei der Autoproduzenten.
Chrysler baut das "Chrysler Building" in New York, das mit 77 Stockwerken das damals höchste Gebäude der Welt war.
Folgende Serien werden hergestellt: Chrysler, Dodge, Imperial, DeSoto, Plymouth
1932  eine revolutionäre Triebwerksaufhängung wird unter dem Namen "Floating Power" eingeführt. Dabei wird das Chassis durch eine Blattfederung unter dem Getriebe und Gummilager von Motorenvibrationen ferngehalten. Auch der Bremskraftverstärker wird eingeführt und Rostschutz für die Karosse.
"Oilite" - heute würde man sagen ein "denkendes Metall" - wird eingeführt. Dieses grobporige Metall kann bis zu 30% seines Gewichtes Öl absorbieren und es unter Druck wieder abgeben.
1933  Chrysler gelingt es als einzigen Autoproduzenten trotz Weltwirtschaftskrise die Verkaufszahlen zu halten.
E s wird Sicherheitsglas eingeführt, dass zerbröckelt und nicht zersplittert.
1934  es werden die stromlinienförmigen Modelle Chrysler Airflow, DeSoto Airflow und Imperial Airflow produziert. Der Imperial ist das erste USA-Auto mit gewölbter Frontscheibe.
1940  Walter P. Chrysler stirbt am 18. August im Alter von 65 Jahren.
Willys-Overland wird mit der Jeep-Herstellung beauftragt. Wo her kommt der Name "Jeep"?. Die eine Legende besagt von den Buchstaben "GP" ("General Purpose"), was die generelle Einsetzbarkeit des Autos bezeichnen soll. Die andere Legende besagt, der Name kommt von einer Cartoon-Figure "Eugene the Jeep".
Willys-Overland wird 1963 zur Kaiser-Jeep Corp., die 1970 für 70 Mill. $ an die American Motors verkauft wird. 1987 kauft Chrysler die AMC.
1946  Chrysler nimmt die Fahrzeugproduktion mit leicht modifizierten Vorkriegsmodellen wieder auf.Der "Town&Country" kommt mit Holzverkleidungen auf den Markt.
1949  Die ersten neu entwickelten Nachkriegsmodelle kommen auf den Markt.
Aus Sicherheitsgründen werden die Armaturenbretter gepolstert.
Zündschloss und Anlasser werden verbunden.
1952  Ebenso wie Daimler mit seiner DASA baut auch Chrysler Raketen: Jupiterrakete für die US-Army.
Chrysler hat durch den Kauf des Karosserieherstellers Briggs nun ebenfalls einen eigenen Karosseriemacher.
1954  Die Teststrecke in Chelsea/Mich. wird eingeweiht. Testfahrer stellen darauf einen neuen 24-Stunden Geschwindigkeitsrekord auf: Durchschnitt 190 km/h bei einer Fahrstrecke von 2 836 Meilen.
Die preiswerteste Chryslermarke - Plymouth - wird mit V8-Motoren ausgestattet.
1955  Das "Forward Look" Styling wird vorgestellt.
Als erster US-Hersteller bietet Chrysler Transistorradios an.
1958  Auch Chrysler denkt an Globalisierung und kauft Teil des franz. Simca und vertreibt diese Marke auf dem US-Markt.
Als erster Hesteller bietet Chrysler eine automatische Geschwindigkeitskontrolle an.
1960  Mit der Einführung des "Valiant" verkauft Chrysler nun auch Kompaktautos.
Alle Fahrzeuge werden mit Drehstromgenerator ausgerüstet.
1961  Die Marke "DeSoto" wird nach 33 Jahren eingestellt.
Alle Karossen sind nun selbsttragend.
1970  Chrysler importiert von seinem japanischen Partner (Mitsubishi Motors) Kleinwagen und LKW und bietet diese unter "Dodge" und "Plymouth" an.
Die AMC übernimmt Kaiser-Jeep Corp.
1971  Chrysler kauft 50% von Mitsubishi Motors Corp.
1978  Die europäischen Anteile werden an Peugeot-Citroen verkauft.
Die ersten Frontantriebautos "Dodge Omni" und "Plymouth Horizon" werden gebaut.
Der legendäre Lee A. Iacocca wird Präsident.
1980  Chrysler erhält 1.5 Milliarden $ Kredit vom Staat (Unterzeichnung durch US-Präsident Jimmy Carter).
1981  Chrysler verkauft seinen Geschäftsbereich Verteidigung an General Dynamics..
1984  Einführung des Dodge Caravan und des Plymouth Voyager als Minivan. Diese können 7 Personen und viel Gepäck transportieren und passen in normale Garage.
Chrysler kauft sich mit 15.6% bei Maserati ein und wird eine Holding aus: Chrysler Motors, Chrysler Financial, Gulfstream Aerospace und Chrysler Technologies.
1985  Chrysler und Mitsubishi gründen in Normal/Illinois das Kleinwagenunternehmen "Diamond Star Motors".
1987  Für 800 Millionen $ wird AMC gekauft und erhält dadurch auch die Marke "Jeep". Auch der Export von Autos nach Europa wird wieder aufgenommen. Neben Meserati besitzt Chrysler nun auch Lamborghini.
1989  Eine Joint-Venture wird mit Steyr-Daimler-Puch gegründet um Minivas für Europa zu produzieren. Die "Chrysler Technologies" wird verkauft.
"New Venture Gear",die erste Joint-Venture zweier US-Autounternehmen wird gegründet: Chrysler und GM.
Chrysler gründet die "Pentastar Transportation Goup" zur Autovermietung.
Es wird ein Kostensparprogramm von 1 Milliarde $ umgesetzt.
1992  Robert J. Eaton wird Nachfolger von Iacocca.
In Detroit wird das Jefferson North Montagewerk für 1.6 Milliarden $ eingeweiht. Hier sollen Jeep Grand Cherokee gebaut werden.
Der "Dodge Viper" wird als 2-sitziger V10-Sportwagen produziert. Es ist das erste Chrysler-Auto, welches von einem "Platformteam" entwickelt wurde.
1993  Lamborghini wird an MezaTech Ltd. verkauft.
1994  In Österreich wird mit der Produktion des "Grand Cherokee" begonnen.
1996  Die neue Firmenzentrale in Auburn Hills/Michigan wird eingeweiht.
1998  Chrysler und Daimler fusionieren. Jürgen Schrempp (Chef der Daimler-Benz AG) und Robert Eaton (Chef von Chrysler) geben am 7.5.1998 die Fusion zum drittgrößten Autoproduzenten bekannt. Schrempp will die "Welt-AG" bauen. Am 17.11.1998 wird die neue "DaimlerChrysler"-Aktie an der Börse gehandelt. Doch eigentlich gibt es nur Probleme. Im 3.Quartal 2000 macht Chrysler bereits 600 Mio Eurpo Verlust. Die Notbremse wird gezogen und Dieter Zetsche muß nach Detroit. Er schließt 6 Chrysler-Werke und entläßt 26.000 Mitarbeiter. 2001 beträgt der Verlust schon 5 Milliarden EURO. Auch die Partnerschaft mit dem japanischen Autohersteller "Misubishi" geht völlig daneben. Am 28.7.2005 kündigt Schrempp seinen Rücktritt an. Auch die deutsche Zentrale erwischt es; ca. 14.000 Stellen werden in Deutschland gestrichen. Am 14.5.2007 verkauft Daimler 80.1% seiner Chrysleranteile an den Finanzinvestor "Cerberus". Auch Schrempp`s Vorgänger Edzard Reuter setzte auf die falschen Pferde und wollte einen "integrierten Technologiekonzern" bauen. Hierzu kaufte er 1985 die "MAN"-Anteile vom Triebwerkshersteller "MTU" und das Luft- und Raumfahrtunternehmen "Dornier". Danach kam noch der Elektrokonzern "AEG" und "Messerschmitt-Bölkow-Blohm".
2007 Chrysler und Daimler trennen sich wieder.
Der Umsatz der größten Automobilkonzerne 2007 in Milliarden Dollar.
(Quelle: Spiegel 11/2008)
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