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Stinnes


Der Name für Kohle und Strom


Bild
Hugo Stinnes AG
Bestell-NR.: DM261
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Zwei Unternehmer (Mathias Stinnes) und sein Enkel (Hugo Stinnes) verdankt der Firmenverband seine Stellung.
Mathias gründete mit 18 Jahren die Firma, wobei die Familie mit Bürgschaften half.
Hugo gründete mit 22 Jahren seine erste Firma. Er brachte seine Mutter dazu aus der Familienfirma auszusteigen und das Geld (50 000 Goldmark) dem gerade erst volljährig gewordenen Sohn zu geben.
Beide hatten keine kaufmännische Lehre, waren aber Vollblutkaufleute.
Beide Gründer starben sehr früh und hatten nicht gerade fähige Nachfolger. Mathias jun. steuerte die Firma 1848 in die Illiquidität. Die Nachfolger von Hugo (Edmund und Hugo jun.) steuerten 1925 den Konzern ebenfalls in die Katastrophe.
 
Mühlheim gehörte 1808 zum, Rheindepartment des Grossherzogtums Berg, Arrondissement Essen, Kanton Duisburg. In jenem Jahr machte sich Mathias Stinnes mit Kohlehandel und Schiffahrt selbständig. Die Verladung der Kohle und deren Transport waren sehr einfach. Die Kohle wurde mit Pferdekarren aus den Zechen angefahren und mit Schubkarren auf Schiffe geladen. Stromabwärts fuhren sie mit Segeln, stromaufwärts wurde getreitelt. Beim Treiteln zogen Pferde - oftmals auch Menschen - die Schiffe mit langen Seilen. Der Fluss war in mehrere Treitelgebiete eingeteilt - pro Gebiet gab es eine eigene Treitelgilde (Monopol).
Das Transportunternehmen von Mathias Stinnes entwickelte sich gut - er hatte 1820 bereits 66 Kohlenschiffe auf Rhein und Ruhr. Ein Teil der Schiffe wurde zerstört als Blücher im Kampf gegen Napoleon in der Sylvesternacht 1813/1814 den Rhein bei Kaub überquerte. Die erste Schiffsbrücke riss sich durch die grosse Strömung los und eine Reihe von Schiffen versank.
 
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1843 führte Stinnes den ersten Schleppdampfer auf dem Rhein ein. Dieser konnte auch stählerne Schleppkähne ziehen, die beträchtlich mehr Güter transportieren konnten wie die Holzkähne davor. Ausserdem konnten diese auch im Frühjahr fahren, wenn die Treitelpfade schlammig waren.
1845 starb Mathias Stinnes als "grösster Reeder auf dem Rhein".
 
Der Nachfolger von Mathias - Mathias jun.(genannt "Mathisken") - wurde an den Erfolgen seines Vaters gemessen. Er brachte die Firma innerhalb von 3 Jahren in eine Liquiditätskrise. Daraufhin erfolgte die Umwandlung in eine AG. Nach dem Tode von Mathisken (1853) übernahm Johann Gustav Stinnes die Leitung und führte die Firma in den nächsten 25 Jahren wieder zur alten Blühte zurück.
 
Hugo Stinnes lernte alles von der Pike auf. Er brach sein Studium ab, machte Lehre von 6 Monaten bei Peter Klöckner (später Gründer des Klöckner-Konzerns), als Bergarbeiter unter Tage und Besuch der Bergakademie in Berlin-Charlottenburg. Er gründete 1892 mit 22 Jahren seine eigene Firma, blieb aber Leiter der Bergwerke der Stinneszechen. Das Startkapital von 50.000 Goldmark brachte seine Mutter Adeline auf.
Hugo Stinnes weitete den Kohlehandel aus, gründete eine Brikettproduktion. Er erhielt sogar ein Patent auf liegende Koksöfen. 1897 gründete er zusammen mit Agust Thyssen den Mühlheimer Bergwerksverein und fasste alle Mühlheimer Zechen zusammen.
Hugo gründete 1902 die "Hugo Stinnes GmbH", die Mutter des Stinneskonzerns. Im gleichen Jahr übernimmt er zusammen mit Agust Thyssen die Aktienmehrheit an der RWE und wird deren Aufsichtsratsvorsitzender.
Bisher gab es in der Wirtschaftsgeschichte nur Unternehmen, die eine einzige Geschäftssparte hatten (z.B. Autofirma, Stahlhersteller, Bergwerk,...). Stinnes gründete den erstzen Mischkonzern; erst sehr viel später kamen auch die USA auf die Vorzüge solcher Unternehmen. Stinnes meinte, es sei zu riskant nur auf einem Bein zu stehen. Er besass oder beteiligte sich an:
- Saar-Mosel Bergwerksgesellschaft (zusammen mit August Thyssen)
- Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten AG (die Deutsch-Lux);diese erwirbt bis 1919 weitere elf Zechen.
- RWE; Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk mit Essens Oberbürgermeister Zweigert
das erste Kraftwerk der RWE wird auf dem Boden der Stinnes Zeche "Victoria Mathias" in Essen gebaut.
Siehe auch Badenwerk und Bayernwerk und RWE
Stinnes baute die RWE zum grössten deutschen Stromerzeuger aus und verschaffte ihm die billigen rheinischen Braunkohlegruben.
- Er schaffte die Grundlage für die 1926 gegründete Ruhrgas, indem die RWE bereits 1924 die Gasversorgung aufnahm
- Er erwarb den Seehafen Midgard/Nordham; er ist der einzige private Seehafen Deutschlands
- Er baute ab 1909 eine eigene Seeflotte, die bereits 1912 aus 15 Schiffen bestand.
 
Nach dem Ende des Weltkrieges I verlor die "Deutsch-Lux" fast 60% ihrer Erz- und Kohlegruben. Zusätzlich verlangten die Franzosen einen nicht tragbaren Anteil an der Kohlen- und Koksproduktion. Wieder drohte eine Kohlenkrise, wie 1973 die Ölkrise.
Hugo Stinnes baute daraufhin seinen Mischkonzern vertikal aus
- er erzeugte Energie, die brauchte er in seinen Zechen und Hüttenwerken
- aus den Erzen erzeugte er in seinen Hüttenwerken Eisen und Stahl
- aus Eisen und Stahl erzeugte er viele Endprodukte
- mit seinen Schiffen verfrachtete er seine Waren,
Hierzu ging er sehr strategisch vor:
- er bildete eine Interessengemeinschaft mit dem Stahlwerk Brüninghaus/Werdohl
- er beteiligte sich im Sauerland an Firmen zur Weiterverarbeitung von Stahl
- er kaufte Walzwerke, Kettenfabriken, Drahtwerke, Werkzeugmaschinenfabriken
- 1920 zusammen mit Siemens Gründung einer Interessengemeinschaft mit der Gelsenkirchener Bergwerks AG
Nach dem Beitritt von Siemens hiess diese Gemeinschaft "Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union" und sollte die Rohstoffversorgung aller beteiligten Firmen sichern (SRSU). Für Stinnes bedeutete die SRSU den Einstieg in die zukunftsträchtige Elektroindustrie, während die Elektrokonzerne and den Rohstoffen interessiert waren. In dieser Holding blieben die Einzelfirmen weitestgehend selbständig. Leiter der SRSU wurden Stinnes, Card Friedrich von Siemens und Emil Kirdorf von der Gelsenkirchener Bergwerks AG.
Hugo Stinnes war auch politisch aktiv. Er wurde 1920 Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP) und wird Abgeordneter im Deutschen Reichstag. Im Juli 1920 wird Stinnes Mitglied der deutschen Delegation bei den Reparationsverhandlungen in Spa. Er sagt was notwendig ist: die Forderungen der Siegermächte des Weltkrieges I können von Deutschland nicht erfüllt werden.
 
Hugo Stinnes schaffte den Typ eines gemischt-wirtschaftlichen Unternehmens. Die Gebietskörperschaften (Städte, Gemeinden, etc.) erhielten die Mehrheit bei RWE, aber die private Beteiligung war auch hoch - und die Firma wurde privatwirtschaftlich geführt.
 
Hugo Stinnes war durchaus sozial eingestellt und erkannte, dass das Millionenheer heimkehrender deutscher Soldaten aus dem verlorenen Krieg ohne Arbeit für beträchtliche soziale Spannungen sorgen würde. Er gründete deshalb mit Carl Legien die "Arbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Deutschland" - der Zentralarbeitsgemeinschaft. Hier arbeiteten zum ersten Male Unternehmer und Gewerkschaften zusammen.
Aber Hugo Stinnes war auch ein Inflationsgewinner. Sein Wirtschaftsimperium hatte er weitestgehend mit Krediten aufgebaut. Die Superinflation kam ihm da gerade recht. Er "wollte deshalb mit allen Mitteln gegen die Stabilisierung der Reichsmark kämpfen". So kaufte er am 18. April 1923 grosse Mengen Devisen an der Börse, was die Inflation noch verstärkte.
1924 besitzt Stinnes 1535 Unternehmen mit 2.888 Betriebsstätten von der Rohstofförderung bis zur Produktion.
 
Kurz vor seinem Tode hatte Hugo Stinnes alles geregelt. Er hinterliess mit 600.000 Beschäftigten die damals grösste Firma der Welt. Doch seine Söhne hielten sich nach seinem Tode nicht an dies Vorgaben ihres Vaters. Sie verkauften weder die Bankbeteiligungen, noch hielten sie sich bei Firmenkäufen zurück. Am Jahresende 1924 hatte die Firma einen Verlust von 180 Mill RM.
Im Juni 1925 platzte durch ein Versehen ein Wechsel der Firma in England. Dies gab allen Banken das recht, sämtliche Kredite zu kündigen. Das taten sie auch. Normalerweise wird dann eine Firma illiquide. Nicht aber Stinnes. Den 180 Mill Bankkrediten stand ein privates Vermögen von 1 Milliarde Goldmark gegenüber. Und dies wurde zur Kredittilgung herangezogen. Dabei wurden riesige Vermögenswerte verschleudert um Geld zu bekommen. Im Herbst 1926 waren bereits 100 Mill RM getilgt. Damit gaben sich dann die Gläubigerbanken zufrieden, weil den fehlenden 80 Mill RM noch genügend andere Vermögenswerte gegenüberstanden.
 
Das verbleibende Vermögen wurde in die Hugo Stinnes Corp./New York eingebracht. Die Banken gaben einen Kredit von 100 Mill RM und erhielten im Gegenzug 50% der Stinnes Aktien; später wurde dies auf 44% reduziert.
Nach dem Eintritt der USA in den Weltkrieg II wurde das Stinnes Vermögen in der USA beschlagnahmt.
Durch Unfähigkeit verlor Deutschland den bisher grössten Konzern.
1957 versteigerten die USA die Mehrheit an Stinnes. Deutsche durften nicht bieten. Doch Konrad Adenauer erreichte, dass diese Schranke fiel. Heinz P. Kemper ersteigerte zusammen mit der "Bank für Wiederaufbau" die Stinnesanteile. Damit begann dann die Geschichte des neuen Stinnes-Konzerns.
 
1965 wird Stinnes von der VEBA zu 95% übernommen. Mit der Neuordnung des VEBA-Bereichs Handel/Verkehr/Dienstleitung 1998 konzentriert sich Stinnes auf die Logistik. 1999 geht Stinnes an die Börse. VEBA (heute E.ON) gibt 34.5% ab und will in mehreren Schritten alle Anteile abgeben. Die erste Hauptversammlung findet am 8.6.2000 statt.
 
1965 gibt Stinnes seine Zechen, Glasaktivitäten und Chemiebetriebe an die VEBA Gesellschaft "Hibernia" ab. Stinnes erhält von "Hibernia" deren Schiffahrts- und Handelsaktivitäten. 1992 übernimmt VEBA die restlichen 5% von Stinnes und nimmt die Firma von der Börse.
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