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Das Rote Kreuz - Hilfe für das Elend im Krieg
Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuze

Aktie
Bestell-Nr. A26

Dunant Dunant
Henri Dunant

Rotes Kreuz
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Napoleon III bei Solferino mit Truppen von Piemont-Sardiniens und Frankreichs gegen die Armee Österreichs
Kaiser Franz Joseph I von Österreich erklärte am 28.4.1859 dem König Viktor II von Sardinien-Piemont den Krieg. Emanuel lehnte die von Österreich geforderte Auflösung der italienischen Freikorps unter Guiseppe Garibaldi ab. Zunächst gab es mehrere kleine Gefechte. Am 24.6.1859 kam es dann beim Ort Solferino in der Nähe des Gardasees zur entscheidenen Schlacht.
Auf einer 15km langen Linie standen sich 300.000 Soldaten gegenüber. Der Kampf begann im Morgengrauen um die Erreichung eines strategisch wichtigen Hügels und endete um 17:00 Uhr durch ein schweres Gewitter. Die österreichischen Regimenter mußten sich geschlagen geben und zogen sich zurück. Gegen 18:30 Uhr war es dann aus. Auf dem Schlachtfeld blieben 40.000 Tote und Verwundete zurück. Die meisten Verwundeten starben in den nachfolgenden Tagen qualvoll an ihren unversorgten Verletzungen.
Um das Kampfgebiet herum herrschte "normales" Leben. Deshalb konnte auch der Genfer Kaufmann Henri Dunant eine Geschäftsreise in jene Gegend unternehmen und wurde Zeuge der Greuel von Solferino. Dunant leistete zusammen mit dem ortsansässigen Pfarrer Don Laurenzo Barzizza und etwa 300 Helfern aus den nahegelegenen Dörfern Hilfe - unabhängig von der Nationalität der Verwundeten.
Das durch Dunant gesehene menschenverachtende Grauen führte zu seiner Idee ein internationales Hilfswerk für die Verletzten der Kriege zu gründen. Er schrieb 1862 das Buch "Erinnerung an Solferino". Hier zeigte er schonungslos die Kehrseite triumphaler Siege auf.
Die Idee eines Hilfswerkes fand große Unterstützung. Insbesondere die Königin Augusta von Preußen bot ihre Hilfe an.
Im Oktober 1863 rief der Präsident der "Genfer gemeinnützigen Gesellschaft" zu einem internationalen Kongress auf. Das Ergebnis: alle teilnehmenden Staaten sollten ein neutrales und unparteiliches Hilfswerk zur Verwundetenpflege ins Leben rufen. Zusätzlich sollten die Helfer neutralen Status erhalten und für unverletzlich erklärt werden.
Am 22. August 1864 wurde dann von 17 Staaten die "Genfer Konvention" gegründet und von 12 Regierungen unterzeichnet. Als Wahrzeichen des Dienstes wurde das in den Farben umgekehrte Schweizer Wappen gewählt: rotes Kreuz auf weißem Grund. Für die Türkei wurde der rote Halbmond und für Persien der Löwe und die Sonne festgelegt. Bald nach dieser Festlegung wurde die Genfer Konvention als "Internationales Komitee vom Roten Kreuze" konstituiert. Hauptziele waren: nationale Rotkreuzgesellschaften zu gründen und in Kriegszeiten als unparteiische Instanz zu wirken.
Im deutschen Königreich Württemberg wurde die erste Rot-Kreuz-Gesellschaft 1863 gegründet. In Österreich schlossen sich die einzeln gegründeten Vereine am 14. März 1880 zur "Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze" zusammen.
Solferino
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Das Kampfgebiet bei Solferino
rot = Napoleon, grün = Österreich
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Genf um 1860
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Die 5 Gründer des Roten Kreuzes
Am 9.2.1863 stellt Dunant seine Ideen auf der Mitgliederversammlung der "Gemeinnützigen Gesellschaft von Genf" vor. Diese setzt ein ständiges Komitee ein, das sogenannte Fünfer-Komitee ("Comité international de secours aux militaires blessés"), das prüfen soll, wie die Ideen Dunants umgesetzt werden können. Mitglieder: Dunant, Moynier, General Wilhelm Dufour, die Ärzte Dr. Louis Appia und Dr. Theodor Maunoir. Am 17.2.1863 tagt das Komitee zum ersten Mal. Dieses Treffen gilt als Gründungsdatum des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).
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