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Thüga
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| 1930 | Die Preussische Elektrizitäts-AG (seit 2000: E.ON Energie AG, München; vormals: PreussenElektra AG, Hannover) und die Elektra AG, Dresden, (später: Aktiengesellschaft Sächsische Werke, ASW) erwerben zu gleichen Teilen die Mehrheit an der ThGG. Zum Geschäftsbereich der ThGG gehören 17 eigene Werke, die insgesamt 211 Gemeinden mit Gas bzw. Elektrizität versorgen sowie 46 Beteiligungen an inländischen Gas- und Elektrizitätsversorgungsunternehmen; von diesen werden insgesamt fast 4.000 Gemeinden versorgt. Darüber hinaus ist ThGG an 3 Gas- und Elektrizitätsversorgern in Luxemburg beteiligt. | ![]() Licht- und Kraft München Bestell-NR.: D294 |
1931 | Abschluß eines Gasbezugsvertrages mit dem Gaswerk Neustadt. Die Eigenerzeugung in Mußbach wurde stillgelegt. |
| 1935 | Der Gesetzgeber erließ eine Bestimmung, wonach die gesamte Pfalz ausschließlich mit Ferngas von der Saar versorgt werden sollte. Diese Maßnahme zur Absatzsicherung von Kokereigas führte zur zwangsweisen Stillegung fast sämtlicher in der Pfalz bestehender Erzeugungsanlagen. Von Saarbrücken aus wurden Hochdruck-Fernleitungen gebaut, die im Norden bis nach Worms, im Süden bis nach Germersheim und Landau gingen. Damit erhielt auch das Gaswerk Mußbach Kokereigas von der Saar. | |
| 1939 | Die energiewirtschaftlichen Aktivitäten werden vom Rhein bis nach Ostpreussen und von der Nordsee bis über die südlichen Landesgrenzen ausgedehnt. |
| 1948 | Das Vermögen der ThGG in Ost- und Mitteldeutschland wird enteignet. Köln wird neuer Firmensitz. |
| 1950 | Der Anschluß an das Ferngas-Netz ermöglichte es, die in der Kriegszeit auf Eis gelegten Ausbaupläne eines Gasnetzes in der Vorderpfalz Zug um Zug in Angriff zu nehmen. Die Ortsnetze Königsbach, Forst, Wachenheim und Schifferstadt wurden aufgebaut. |
| 1951 | Gründung der Gasversorgung Rhein-Mittelhaardt durch die Aktiengesellschaft für Licht- und Kraftversorgung, München. Mit einem für damalige Verhältnisse beachtlichen Tempo wurden Ortsnetze ausgebaut und die Verbindungsleitungen zu den Fernleitungen der Saar-Ferngas verlegt. Im Zuge der Ausbauarbeiten wurde auch eine Anpassung der Verwaltung an die räumliche Ausdehnung notwendig und Schifferstadt - mit damals 15.000 Einwohnern die größte der versorgten Städte und Gemeinden - als Verwaltungssitz bestimmt. |
| 1952 | Die Aktiengesellschaft für Licht- und Kraftversorgung (LUK), eine Tochtergesellschaft der damaligen ThGG, und die Stadtwerke Augsburg gründen die Ferngasversorgung Schwaben GmbH, Vorgängerin der heutigen erdgas schwaben gmbh, Augsburg. Die Gesellschaft baut und betreibt die erste Ferngasleitung in Bayern (Kaufbeuren/Augsburg). |
| 1957 | Mit dem Anschluß von Duttweiler im Jahre 1957 hatte es die Gasversorgung Rhein-Mittelhaardt bereits auf 21 Städte und Gemeinden gebracht. Die Länge des Gasrohrnetzes betrug damit 42 km Fernleitungen, 155 km Ortsnetzleitungen und 93 km Hausanschlußleitungen. Der Ausbau der Rohrnetze erfolgte als Mitteldrucknetze mit geschweißten Stahlrohrleitungen, die eine optimale Anpassung an einen steigenden Gasverbrauch ermöglichen. Diese Methode stellte damals eine aufsehenerregende technische Neuerung dar. |
| 1958 | Die ThGG erwirbt im Zuge eines Ringtausches die Mehrheit an der LUK und reduziert ihre 100%-Beteiligung an der Rhenag auf eine Minderheitsbeteiligung. |
| 1959 | Die erste öffentliche Versorgung Deutschlands mit Erdgas wird von der LUK in Waldkraiburg in Betrieb genommen und damit die Keimzelle der heutigen Erdgas Südbayern GmbH gelegt. |
| 1963 | Die Preussische Elektrizitäts-AG, Hannover - heute E.ON Energie AG, eine 100%-Tochter der E.ON AG, Düsseldorf, (vormals VEBA AG, Düsseldorf) - übernimmt das Aktienpaket der in der DDR enteigneten ASW. |
| 1971 | Einführung der thermischen Berechnung (Umstellung der Arbeitspreise von Kubikmetern auf Megakalorien). Diese Maßnahme erfolgte bereits im Hinblick auf die bevorstehende Umstellung des Versorgungsgebietes auf Erdgas und sollte den Kunden einen besseren Preisvergleich ermöglichen. |
| 1972 | Von April bis Dezember wurde das gesamte Versorgungsgebiet auf Erdgas umgestellt. Im Verlauf
dieser Maßnahme wurden rd. 46.000 Gasverbrauchsgeräte umgerüstet. Die ThGG erwirbt Anteile an der Freiburger Energie- und Wasserversorgungs-AG. Auf der Basis ihres bundesweit praktizierten Beteiligungsmodells wird ThGG erstmalig Mitaktionär bei einem der größeren Stadtwerke. |
| 1976 | Fünfundzwanzig Jahre nach der Gründung der Gasversorgung Rhein-Mittelhaardt beträgt die gesamte Rohrnetzlänge 548 km. Gesteuert wird das Netz über 55 Regelanlagen. |
| 1979 | Die ThGG fusioniert mit Ihrer Tochter, der Aktiengesellschaft für Licht- und Kraftversorgung in München, verlegt den Hauptsitz nach München und ändert die Firmenbezeichnung in Thüga AG. |
| 1982 | Die Thüga ist an 33 Gesellschaften unmittelbar, über die Rhenag an weiteren 18 Gesellschaften mittelbar beteiligt. |
| 1984 | Bau der PN-70-Hochdruckleitung durch den Bienwald nach Wörth und Anschluß der Städte Wörth und Kandel sowie der Gemeinden Herxheim und Offenbach. Mit dieser Maßnahme wurde der systematische Ausbau der Gasversorgung in der Südpfalz und in den Gäugemeinden eingeläutet. Erstmals wurden Kunststoffrohre verlegt. Nach der räumlichen Ausweitung des Versorgungsgebietes war eine Umbenennung des Firmennamens notwendig. Aus der Gasversorgung Rhein-Mittelhaardt wurde die heutige Erdgas Rheinpfalz. |
| 1990 | Nach dem Fall der Mauer am 09.11.1989 wird durch Thüga in wenigen Wochen eine Nachbarschaftshilfe für ostdeutsche Energiekombinate organisiert. Bereits im Februar 1990 wird zwischen dem Energiekombinat Karl-Marx-Stadt und Thüga eine Vereinbarung über den Aufbau und Betrieb eines flächendeckenden Erdgasversorgungsnetzes für den Bezirk Chemnitz unterschrieben. Damit war der Grundstein für den Aufbau neuer Erdgasversorgungen in den neuen Bundesländern gelegt. |
| 1991 | Im 125. Geschäftsjahr beträgt die Bilanzsumme bei einem Anlagevermögen von 965 Mio. DM und einem Eigenkapital von 693 Mio. DM über 1 Mrd. DM. Die erzielten Umsatzerlöse beziffern sich auf 241 Mio. DM in der Thüga Aktiengesellschaft und 8,5 Mrd. DM im Thüga-Geschäftsbereich. |
| 1995 | Bau der Zentralen Meß- und Prüfwerkstatt der Thüga AG München auf dem Gelände der Betriebsstelle Rülzheim. |
| 1999 | Nach mehr als 50 Jahren geht Thüga im April erstmals wieder ein Engagement im Ausland ein: Co.Gas S.p.A., Comacchio. Die Deutsche Erdgashandels GmbH & Co. KG und die Deutsche Erdgashandels-Verwaltungs-GmbH werden gegründet. Thüga gründet zusammen mit den in der Stromverteilung tätigen Unternehmen der Thüga-Gruppe die Stromeinkaufs- und Stromvertriebsgesellschaft Syneco GmbH & Co. KG. Aufgrund der engen Kooperation zwischen Thüga und ihren Beteiligungsgesellschaften wird der Name Thüga-Gruppe zum Begriff. |
| 2000 | Auf der Suche nach einem strategischen Partner schließen sich große und kleine Stadtwerke in ganz Deutschland, insbesondere in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Niederschachsen der Thüga-Gruppe an. Fusionen und Zusammenführungen finden statt. Zu solchen Zusammenschlüssen zählt die N-ERGIE AG, in der die Geschäfte von EWAG und FÜW gebündelt werden. Ebenso die Neugründung der Harz Energie GmbH, ein Zusammenschluss der Nordharzer Kraftwerke GmbH (NKW) und der Westharzer Kraftwerke GmbH (WKO). Fünf Beteiligungen der Thüga in Südbaden beschließen die Fusion zur badenova AG & Co.KG. |
| 2001 | Feier des 50-jährigen Bestehens der Thüga AG Erdgas Rheinpfalz Das Versorgungsgebiet umfaßt 68 Städte
und Gemeinden. Das Leitungsnetz hat eine Länge von 1.436 km und wird über 91 Regelanlagen
gesteuert. 95 Mitarbeiter in der Verwaltung Schifferstadt und in der Betriebsstelle Rülzheim
sorgen für eine reibungslose Energieversorgung von rund 53.000 Kunden. In Folge Umsetzung kartellrechtlicher Auflagen im Zusammenhang mit den Fusionen VEBA/VIAG (zur E.ON) und RWE/VEW kommt es zur Realteilung der rhenag AG (alt), Köln. Es entstehen zwei Nachfolgegesellschaften: die rhenag (neu), an der RWE Gas AG nahezu alle Einflussrechte hat und die Thüga Beteiligungen Aktiengesellschaft (ThüBet), an der Thüga die Mehrheit der Stimmen hält. Der ThüBet werden 18 Beteiligungen der ehemaligen rhenag in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen zugeordnet. Am 29.06. und 02.07. beschließen die Hauptversammlungen der Thüga und CONTIGAS die Ausgliederung wesentlicher Teile des CONTIGAS Geschäftsbetriebs und die Übertragung auf Thüga. Die Thüga-Gruppe vergrößert sich somit um 39 Energieversorgungsunternehmen und 6 Betriebe und stellt damit das bundesweit größte Netzwerk lokaler und regionaler Energieversorger dar, an denen kommunale Partner die Mehrheit halten. |
| 2002 | Nach Aktientausch und zwei öffentlichen Kaufangeboten an außen stehende Aktionäre der rhenag bzw. der ThüBet, ist Thüga mit 99,9% an der ThüBet beteiligt. Auf dem italienischen Gasmarkt können die Thüga-Gesellschaften Co. Gas und Thüga Italia ihr Engagement weiter ausbauen. Die Thüga-Gruppe in Italien besteht mittlerweile aus 40 Unternehmen und versorgt 370.000 Erdgaskunden |
| 2004 | Im Rahmen der Neuordnung von Zuständigkeiten im E.ON-Konzern übernimmt
Thüga Anteile an DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH, Gaswerk Philippsburg GmbH,
Stadtwerke Duisburg AG, Stadtwerke Essen AG, Stadtwerke Karlsruhe GmbH und
Stadtwerke Langenfeld GmbH. In diesem Zusammenhang erhöht Thüga ihre Beteiligungsquoten an EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG, EVI Energieversorgung Hildesheim Verwaltungs GmbH, Gasag Berliner Gaswerke AG, Stadtwerke Chemnitz sowie Stadtwerke Hannover. Nach Verschmelzung der EVS-Gasversorgung Süd GmbH auf Badenwerk Gas GmbH ist Thüga an der aus dieser Fusion hervorgegangenen Erdgas Südwest GmbH mit einem Anteil von 28,0 % beteiligt. Die Thüga Beteiligungen Aktiengesellschaft wird mit wirtschaftlicher Wirkung 01.01.2004 auf Thüga verschmolzen und damit deren Beteiligungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen auf Thüga übertragen. Die 100-prozentige Thüga-Tochter Gasbetriebe GmbH wird ebenfalls rückwirkend zum 01.01.2004 auf Thüga verschmolzen. Nach Beilegung von Anfechtungsklagen erwirbt E.ON AG im Rahmen des Squeeze-out-Verfahrens die bislang von den Minderheitsaktionären gehaltenen Thüga-Aktien. Am 07.05.2004 wird derÜbertragungsbeschluss in das Handelsregister eingetragen und die Börsennotierung der Thüga-Aktie eingestellt. Der beschlossene Gewinnabführungsvertrag zwischen E.ON Ruhrgas Thüga Holding GmbH und Thüga wird im Dezember 2004 mit Eintragung in das Handelsregister wirksam. Ende November 2004 hält die E.ON Ruhrgas Thüga Holding GmbH 81,1% der Thüga-Aktien und CONTIGAS Deutsche Energie-Aktiengesellschaft 18,9%. |
| 2005 | Zum 01.01.2005 werden die beiden Thüga-Betriebe Erdgas Rheinpfalz und Gasversorgung Rheinhessen unter dem Namen Thüga Rheinhessen-Pfalz zusammengelegt. Von E.ON Ruhrgas International AG erwirbt Thüga Anteile an der EWR GmbH und der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH und stockt ihre Anteile an der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) von 18,8% auf 40,0 % auf. Das im Jahr 2001 eingeleitete Schiedsverfahren im Zusammenhang mit der Ausgliederung von wesentlichen Teilen des CONTIGAS-Geschäftsbetriebs auf Thüga wird ohne weitere Leistungen beendet. Thüga Italia S.r.l. erwirbt 1,6 % der Anteile an AMGA Azienda Multiservizi S.p.A und ist nunmehr direkt und indirekt mit 21,6% am Grundkapital beteiligt. |
![]() Rhenag Bestell-Nr. DM227 |
Die Geschäftsentwicklung in Zahlen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() Der Energieverbrauch 2006 ![]() Absatzmengen 2006 ![]() Umsatz 2006 |
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| Eine Auswahl der Thüga-Beteiligungen | ||||||||||
Ansbach, Franken |
Badenova Freiburg |
Stadtwerke Bad Harzburg |
Stadtwerke Bad Hersfeld |
Dresden |
E.ON Bayern Regensburg |
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Erdgas Plauen Vogtland |
Erdgas Schwaben Augsburg |
Selb-Marktredwitz |
Nordhausen |
Energie- versorgung Sylt Westerland |
Elektrizitätswerk Schwandorf |
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![]() Thüga Standorte und Beteiligungen 2003 in Deutschland |
Berliner Gaswerke |
Stadtwerke Gotha |
Gasanstalt Kaiserlautern |
Stadtwerke Hannover |
Hamburger Gaswerke |
Stadtwerke Koblenz |
Stadtwerke Lahn |
Mainova Frankfurt/Main |
Stadtwerke Mühlhausen |
Energas Neumarkt Südtirol |
Fränkisches Überlandwerk Nürnberg |
Energie- versorgung Ostbevern |
Stadtwerke Pforzheim |
Stadtwerke Pirmasens |
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Stadtwerke Reichenbach Vogtland |
Nahwärme Rheinhessen Nieder-Olm |
Rheinische Energie AG Köln |
Licht- und Kraftwerke Sonneberg |
Thüga Beteiligungen AG Köln |
Stadtwerke Villingen-Schwenningen |
ESWE Versorgungs AG Wiesbaden |
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In Italien ist Thüga durch "Thüga Italia" gut positioniert. Die im Bild ockerfarbenen Gebiete sind die Netzgebiete der Thüga Italien Gruppe. |
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