|
Antiquariat alte historische Aktien
|
IWKA - Industriewerke Karlsruhe AG (nun: KUKA AG)
|
| Die Geschichte der IWKA | ||
| 1872 | Die "Patronenhülsenfabrik Henri Ehrmann & Cie." wird gegründet, Ursprungsfirma der Holdinggesellschaft IWKA AG, Karlsruhe | ![]() Die IWKA in Karlsruhe ![]() In den ehemaligen Gebäuden der IWKA befindet sich heute das Karlsruher ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie), welches sich immer für einen interessanten Besuch lohnt |
| 1872 | Das Unternehmen wird als Patronenhülsenfabrik gegründet | |
| 1878 | Übernahme der Firma durch den Karlsruher Industriepionier Heinrich Wilhelm Lorenz | |
| 1889 | Verkauf und Umwandlung des Unternehmens in eine AG mit Stammkapital von 6 Mio Mark | |
| 1898 | Johann Josef Keller und Jakob Knappich gründen in Augsburg ein Acetylenwerk zur Produktion von kostengünstigen Haus- und Stadtbeleuchtungen. Aus den Anfangbuchstaben der Unternehmensbezeichnung "Keller und Knappich Augsburg" wurde schließlich KUKA | |
| 1900 | Herstellung von Verpackungsmaschinen, Kompensatoren und Metallschläuchen. Diese Produkte finden sich noch heute im Produktprogramm von IWKA Unternehmen | |
| 1919 | Neuausrichtung des Produktionsprogramms: Herstellung u. a. von Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Bau von Stufenpressen für die Blechumformung | |
| 1928 | Aktienmehrheit des Unternehmens geht auf die Familie Quandt über (bis 1980) | |
| 1929 | Erwerb der "Maschinen für Massenverpackungen GmbH" | |
| 1945 | Nach 1945 wurde schrittweise die Produktion geschlossen. BEKA - Berliner Karlsruhe Nähmaschinen. Haushaltsnähmaschinen, Industrienähmaschinen wurden an die Pfaff AG veräußert. | |
| 1949 | Umbenennung in "Industrie-Werke Karlsruhe AG" | |
| 1970 | Fusion der zur Quandt-Gruppe gehörenden "KUKA GmbH" und der "Industrie-Werke Karlsruhe AG" zur "Industrie-Werke Karlsruhe Augsburg AG", kurz "IWKA AG" | |
| 1974 | Übernahme der 1953 gegründeten Hassia Verpackungsmaschinen GmbH durch die IWKA | |
| 1979 | Umwandlung der Geschäftsfelder in rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften und Gründung
einer geschäftsführenden Holdinggesellschaft. Die Press- und Ziehteileproduktion wird zu Röchling nach Burbach verlagert. Die "IWK Verpackungstechnik GmbH" und die Regler- und Kompensatorenfertigung wurden nach Stutensee-Blankenloch auf das Gelände der ehemaligen "Singer AG Industrienähmaschinen" verlegt. Das Land Badenwürttemberg unterstützte den Umzug mit 95 Millionen DM |
|
| 1980 | IWKA AG wird nach dem Ausstieg der Familie Quandt zu einer börsennotierten Publikumsgesellschaft im 100%igen Streubesitz | |
| 1997 | Erwerb der Henschel Wehrtechnik GmbH, Kassel | |
| 1999 | Stärkung des Bereiches Verpackungstechnik durch Akquisition der Firmen der BWI Gruppe | |
| 2000 | IWKA wird durch die Übernahme des Geschäftsbereiche Verpackungstechnik der Jagenberg AG, Düsseldorf,
zu einem der weltweit führenden Anbieter von Verpackungsmaschinen und -anlagen. Im Gegenzug Verkauf der IWKA Wehrtechnik an den Rheinmetall-Konzern, Düsseldorf |
|
| 2005 | Das Unternehmen geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde verschiedentlich
als Beispiel für den sogenannten Heuschreckenkapitalismus genannt und
begann sich auf seine Kernbereiche zu konzentrieren. Der Amerikaner Guy Wyser-Pratte ist kein großer Investor im Vergleich etwa zu US-Investmentbanken, die teilweise zweistellige Milliardenbeträge verwalten. Nach Schätzungen verfügt seine Firma nur über einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an Dollar. Trotzdem schafft er es, mit seiner Strategie für Unruhe zu sorgen. Er kauft Aktienpakete von angeschlagenen Firmen, meist um die fünf Prozent. Dann bringt er mit öffentlichkeitswirksamen Äußerungen Unruhe in den Aktionärskreis, bildet Koalitionen und setzt schließlich den Verkauf von Randsparten durch. Steigt der Kurs, verkauft er seine Anteile. Die IWKA gilt als gelungenes Engagement des Amerikaners. Erst forderte Wyser-Pratte den Verkauf von Unternehmensbereichen, dann drängte er den Vorstandsvorsitzenden Hans Fahr zum Rücktritt. Mit ihm gingen auch Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Tochter Ex-Cell-O, die Maschinen für die Motorenproduktion liefert, soll als erste veräußert werden. Ihr mangelt es nach Einschätzung des Vorstands an der Fähigkeit, Großprojekte gewinnbringend abzuwickeln. Unter anderem Nachlaufkosten für Altprojekte und Belastungen aus nicht kostendeckenden Aufträgen summierten sich dort auf einen zweistelligen Millionenverlust |
![]() Guy Wyser-Pratte auf der IWKA-Hauptversammlung 2005 |
| 2007 | Nach dem Verkauf der Verpackungstechniksparte für 255 Mio € mit 400 Mio Euro Umsatz und 2.500 Mitarbeitern
an den Berliner Finanzinvestor "Odewald & Compagnie",
beschloss die Hauptversammlung
am 16. Mai die Umbenennung der IWKA in KUKA AG und die Verlegung des Sitzes nach Augsburg. Die Arbeitnehmer wollten den Verkauf an den Finanzinvestor verhindern. Sie favorisierten den strategischen Investor "Coesia", einen italienischen Konkurrenten von IWKA. Bei der Abstimmung aber fehlte der Arbeitnehmerseite eine Stimme. Der Vertreter der leitenden Angestellten stimmte gemeinsam mit der Kapitalseite für "Odewald & Compagnie". Die IWKA konzentriert sich nun ganz auf die Anlagen- und Robotertechnik, in deren Zentrum der Augsburger Roboterhersteller KUKA steht. Der an die Investorengruppe Odewald & Cie. im März 2007 verkaufte Geschäftsbereiche Verpackungstechnik präsentiert sich seit 1. August 2007 als "Oystar. The Process & Packaging Group" mit Sitz der Holding in Stutensee/Karlsruhe. Die Gruppe repräsentiert weltweit 16 produzierende Unternehmen mit 2.568 Mitarbeitern und mehrere Verkaufs- und Servicegesellschaften. |
|
| Copyright © 2003-2010 Antiquariat "Schöne Aktien" für alte historische Wertpapiere und Aktien Copyright © der Bilder bei "KUKA AG"; Bilder und Daten aus den Geschäftsberichten |