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Heidelberger Druckmaschinen und Linotype
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| James Ogilvie Clephane wurde 1842 in Washington geboren. Er war ein sehr schneller Schreiber in Kurzschrift, was er auch sein musste, denn er war Gerichtsschreiber beim Obersten Gerichtshof. Nach dem die Schreibmaschine 1867 durch Christopher Sholes erfunden wurde, dauerte es doch bis 1874 zur Produktion. Er zog Charles Moore zu Rate und der Ottmar Mergenthaler. Mergenthaler präsentierte dann eine Maschine und erhielt in 1885 die Summe von $ 300 000 für seine Erfindung. Mergenthaler gründete daraufhin die "Mergenthaler Linotype Co." | ![]() Ottmar Mergenthaler |
| Mergenthaler wurde am 11.5.1854 in Hachel geboren. Er erhielt eine Ausbildung als Uhrmacher, konnte aber auf Grund der
schlechten wirtschaftlichen Situation nach dem deutsch-französischen Krieg keine Stellung finden. Er wanderte deshalb aus in die USA.
Dort fand er 1872 Arbeit in Baltimore. Er arbeitete dort in einer Firma, die Modelle für das US Patentamt herstellte.
Er beschäftigte sich lange mit dem Zeitungsdruck und brachte 1886 die Druckmaschine für die New York Tribune heraus.
Linotype`s Druckmaschinen revolutionierten das Druckgewerbe. Nun konnten endlich Bücher, Zeitungen und Magazine zu Preisen
produziert werden, die auch neue Käufer fanden. Die Linotype Entwicklung ging weiter - insgesamt wurden über 1000 Patente
eingereicht. Ottmar Mergenthaler starb am 28. Oktober 1899 an Tuberkulose. Seine Firma überlebte noch bis 1987, als sie durch Siemens als Linotype-Hell AG übernommen wurde. |
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| Rudolf Hell war ebenfalls ein Pionier und Erfinder auf dem Drucksektor. Er erfand das Faxgerät. Hell wurde am 19. Dezember 1901 in Eggmühl/Bayern geboren und studierte Elektrotechnik an der Universität in München. 1929 gründete er seine eigene Firma in Neubabelsberg/Berlin zur Herstellung von "Geräten für die elektrische Übertagung von Zeichen". Dieses Gerät wurde als Hell Recorder patentiert. Siemens übernahm 1931 die Serienproduktion dieser Geräte. Im Weltkrieg II wurde die Firma total zerbombt. In Kiel-Dietrichsdorf begann dann 1949 ein neuer Anfang. Bereits 1951 wird mit der Einführung des "Klischographs" die Druckindustrie evolutioniert. 1956 ist es dann soweit: das erste Fax-Gerät KF 108 wird vorgestellt. Während der Olympischen Spiele 1960 in Rom werden die Hell-Geräte zur Übertragung von Bilden eingesetzt. 1971 wird die Rudolf Hell KG in die Rudolf Hell GmbH umbenannt und Siemens hält die Mehrheit. 1972 zieht sich Hell von der aktiven Mitarbeit zurück. Siemens übernimmt die Firma komplett 1981. Hell hat insgesamt 133 Patente eingereicht. 1989 übernimmt die Linotype AG die Hell GmbH von Siemens und nennt sich nun Linotype-Hell AG. 1996 übernimmt die Heidelberger Druckmaschinen AG die Firma. Rudolf Hell stirbt am 15. März 2002 im Alter von 100 Jahren. |
![]() Dr. Rudolf Hell |
| Der Trend zum "print-on-demand" bringt 1997 eine Joint Venture mit Kodak zum Bau einer digitalen
Farbdruckmaschine.
Im Dezember 1997 wird die "Heidelberger" an der Frankfurter Börse notiert.
1999 übernimmt die "Heidelberger" die Kodak-Sparte "Digital Imaging"
und im gleichen Jahr wird die "Heidelberger Digital" in Rochester/USA gegründet. Sie ist das
Zentrum der digitalen Drucktechnik. Das Unternehmen feierte in 2000 das 150 jährige Jubiläum. Hierfür weihte die "Heidelberger" die "Print Media Academy" ein, die als Zentrum für Wissens-, Qualifizierungs- und Kommunikationszentrum dienen soll. |
![]() Die Heidelberger "Print-Media-Academy" |
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![]() Demo für den Wirtschaftsminister Ludwig Erhard auf der "Drupa" 1951. |
![]() Mit der "KOR 40x57cm" begann 1962 für die Heidelberger Druckmaschinen AG das Zeitalter des Offsetdruckes. |
![]() Die "GTO" ermöglichte Qualitätsdruck im Kleinformat. Die Maschine konnte bis 8.000 Druckbogen pro Stunde erzeugen |
![]() Der "Vierfarben-Speedmaster", vorgestellt auf der Printmesse 1974 in Chicago. |
![]() Druckwerk Offset |
Offset ist das günstigste und ausgereifteste Druckverfahren. 2/3 aller weltweit hergestellten Drucksachen werden so produziert. Bis zu 18.000 Bogen können pro Stunde bedruckt werden. Seit 1962 produziert "Heidelberger" Offset-Maschinen. Das Verfahren arbeitet mit den Farben Schwarz, Yellow, Cyan und Magenta. Hieraus können fast alle Farbnuancen hergestellt werden. In der Offset-Maschine werden die 4 Grundsfarben nacheinander aufgedruckt. Pro Farbe ist ein eigenes Druckwerk erforderlich. |
| "Print" und "Connect" = "PRINECT" - Die Vernetzung des Druckprozesses Die Heidelberger Management-Software für den Druckprozess
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![]() Alle Stationen des Druckprozesses sind miteinander per Software verbunden. Damit ist der gesamte Druckprozess permanent im Auge |
![]() Auch die Plattenbelichter sind integriert. Die Plattenbelichtung geht deshalb schnell und einfach. Per Knopfdruck wird die unbebilderte Druckplatte in den Suprasetter eingezogen, und läuft zur Belichtung über die Innentrommel. |
![]() Im Farbmanagement werden automatisch selbst kleinste Farbabweichungen automatisch korrigiert. |
![]() Falzen, stanzen, heften, kleben, verpacken diese vielen unterschiedlichen Produktionsschritte haben hohen Einfluß auf die Gesamteffizienz des Druckens. Deshalb sind auch die Schneid- und Falzmaschinen oder Sammelhefter voll integriert. |
Die Geschichte der Druckkunst ist unheimlich interessant. Hier das Wichtigste davon: Die Entwicklung der Schrift ist eine der Voraussetzungen für die Entwicklung der menschlichen Hochkultur. Nur 26 Buchstaben ermöglichen uns alles eindeutig zu beschreiben. Es wird geschätzt, dass die ersten Schriftzeichen 5000 v.Chr. entstanden. Die heutige Schrift soll nicht älter als 3000 Jahre sein. Nun hier eine kleine Chronik. |
| bis 11. Jhd. v. Chr. | die Griechen übernahmen die 22 phönezischen Konsonantenzeichen und fügten 5 Vokalzeichen hinzu. Geschrieben wurde von rechts nach links. |
| bis 7. Jhd. v. Chr. | Die Latiner benutzen "lateinische Schrift"; sie waren ein unbedeutendes Volk am Südwestrand der Ertrusker. Die Zeichen B, D, O, C kamen aus dem griechischen Alphabet, alle anderen Zeichen von den Ertruskern. |
| bis 5. Jhd. v. Chr. | Das Schreiben erfolgte nun von links nach rechts |
| bis 403 v. Chr. | Die griechische Administration legte die Schreibweise fest; Papyrus wurde eingeführt. |
| bis 3. Jhd. v. Chr. | die Buchstaben Y und Z werden dem Alphabet hinzugefügt. |
| bis 2. Jhd. v. Chr. | der Buchstabe U wird dem Alphabet hinzugefügt |
![]() 1600 v. Chr. 242 Zeichen bisher nicht entziffert |
![]() Inschrift auf der Trainan-Säule Rom 113 n. Chr. Schrifttyp "Capitalis Monumentalis" |
Während der römischen Kaiserzeit benutzte man verschiedene Schrifttypen, die alle in der Unzial-Schrift aufgingen. Diese Schrift bevorzugte runde Formen und war die Hauptschrift der Kirchenliteratur vom 5. bis in das 10. Jhd. n. Chr. Sie bildete die Basis der gotischen Grossbuchstaben - der Capitalis Monumentalis. |
| Im 11. / 12. Jhd verdrängten westliche Einflüsse den romanischen Schriftstil. Die Buchstaben rückten näher zusammen und wurden in die Höhe gestreckt. Zwischen 1450 - 1600 sorgten die Klöster für die Verbreitung des Schriftlichen. Sie waren Zentren der Kultur und kopierten für Reiche viele religiöse Bücher mit wunderschönen Illustrationen in ihren Bibliotheken. |
![]() Stundenbuch Frankreich, 1450 |
Das Bildungsinteresse im Bürgertum stieg an. Deshalb war eine Schriftform erforderlich,
die ganz Europa akzeptierte. Um 1450 erfand Johann Gutenberg den Handguss-Apparat für bewegliche Einzelbuchstaben - das Vervielfältigen war nun möglich. 50 Jahre später gab es schon über 1100 Druckereien in Europa. |
| Die Schreibweise änderte sich wiederum. Verwendete das ausgehende Mittelalter keine Grossbuchstaben, so kehrten diese jetzt als "Capitalis Monumentalis" zurück. Das Doppelalphabet aus Gross- und Kleinbuchstaben wird eingeführt und von den Humanisten vorangetrieben. Die Schriftform "Antiqua" wird geboren. |
![]() Messung der Buchstaben Albrecht Dürer, 1525 |
![]() Gutenberg-Bibel, Mainz 1452 |
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Um 1930 beeinflusste das "Bauhaus" in Dessau auch den Schreibstil. Die berühmte Kunstschule führte die Schrift quasi in einen Standard, deren Schriftzeichen sich von geometrischen Grundfiguren ableiteten. |
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Im Print- und Nonprintbereich ist die Wahl der Vor- und Nachbreiten
eines jeden Buchstabens für die Lesbarkeit von
gosser Bedeutung. Der Kleinbuchstabe "a" steht nicht nur am Anfang und ist deshalb besonders einprägsam, er vereint auch viele wiederkehrende Formdetails. |
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Das konsequent eingehaltene Rasterprinzip bestimmt die sogenannte "Schweizer Typografie" |
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Johannes Gutenberg (1397 - 1486) erfand die beweglichen Lettern und damit den Buchdruck. Nach seiner epochalen Erfindung blieb die Buchdrucktechnik jedoch jahrhundertelang unverändert. Einzelne Schrifttypen wurden zu Wörtern und Sätzen zusammengefügt, eingefärbt und in der Druckpresse auf Büttenpapier abgedruckt. 1810 erfand Friedrich Gottlob Koenig die erste Druckmaschine, die sogenannte Schnellpresse. Durch die Erfindung der Dampfmaschine wurde der Kraftantrieb für Machinen möglich, dies trieb die Drucktechnik mit Riessenschritten voran. |
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Der Apple-Macintosh bewirkte in der grafischen Industrie einen solchen revolutionären Umbruch, wie die Schriften von Lenin und Marx in der Politik. |
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