
|

Bestell-NR.: DM75
Preisliste
|

Bestell-NR.: DM77
Preisliste
|
|
Hier finden Sie weitere Deutsche Bank-Aktien und Preise.
|
| Die Geschichte der Deutschen Bank
|
| 1851
|
Die Disconto-Gesellschaft in Berlin war seit 1860 das bedeutendste Kreditinstitut Deutschlands.
Die Disconto-Gesellschaft war ca. 20 Jahre vor der Deutschen Bank gegründet worden.
Gründer war David Hansemann.
Der erste Gründungsversuch war Mai 1849. Tatsächlich gegründet wurde die Bank am 6. Mai 1851 in Berlin.
Die Geschäftstätigkeit wurde am 15. Oktober 1851 aufgenommen. Die Disconto-Gesellschaft war
zunächst eine
Kreditorganisation mit für Mitglieder. Die Bank wollte ihren Mitgliedern bis zur vollen Höhe
ihrer Geschäftsanteile,
von denen satzungsgemäß nur 10% einzuzahlen waren, Diskontkredit gewähren. Fremde Gelder nahmen
aber bald stärker als erwartet zu, während die Kredite der Mitglieder den vorgesehenen Umfang
bei weitem nicht erreichten, so daß die flüssigen Mittel anderweitig verwendet werden mußten
(die Bank hatte zu viel Geld!).
Die Statuten mußten deshalb der geschäftlichen Realität angepasst werden.
Das Ergebnis dieser Änderungen war
1856 die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die bisher als stille Teilhaber
fungierenden Mitglieder
wurden nunmehr Mitbeteiligte und durch Kommanditäre ergänzt. Während bis dahin sich das Kapital
je nach der Anzahl der
Mitglieder veränderte, wurde nunmehr ein Stammkapital von 10 Millionen Talern festgesetzt.
Es wurde das kurzfristige und das langfristige Kreditgeschäft gepflegt, denn die Richtlinien
erlaubten längerfristige
Engagements. Unter den dauernden Industrie-Beteiligungen finden sich Unternehmen wie die
Dortmunder Union und Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Die Disconto-Gesellschaft festigte ihre
Position anfangs
ganz besonders dadurch, daß der Preußische Staat die Geschäftsleitung bat, seine Anleihen zu plazieren.
Mit
Preußen als Vorreiter kamen auch die Regierungen anderer Staaten, so vor allem Österreich-Ungarn,
Rußland,
Rumänien, Bulgarien, die skandinavischen Staaten und Italien. Auch in den deutschen Kolonialgebieten
war die
Disconto-Gesellschaft engagiert. Nach dem Tod seines Vaters David übernahm sein Sohn Adolph von
Hansemanns 1864 die
Leitung. Die Große Venezuela-Eisenbahn wurde in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Bank verwirklicht.
In Südwestafrika finanzierte sie über die Otavi Minen- und Eisenbahngesellschaft den Bau von Bergwerken
und Eisenbahnen.
Im Fernen Osten faßte sie in China mit der Finanzierung der Schantung-Eisenbahn und der
Schantung-Bergbau-Gesellschaft
Fuß. Lange Zeit hatte die Bank den Grundsatz vertreten, das deutsche Geschäft ohne Filialen führen zu
können.
Je mehr aber die Emissions-, Depositen und kurzfristigen Kreditgeschäfte zunahmen, um so schwieriger
wurde es,
das filiallose Prinzip aufrechtzuerhalten. Der Aufbau eines Filialnetzes begann 1901 in Frankfurt,
wo das Geschäft des
in diesem Jahr liquidierten Bankhauses M. A. von Rothschild und Söhne übernommen wurde. So übernahm die
Disconto-Gesellschaft die Rheinische Bank, die Mittelrheinische Bank, die Westdeutsche Vereinsbank,
die Westfälisch-Lippische Vereinsbank, die Königsberger Vereinsbank, die Schlesische Handelsbank,
den Magdeburger Bankverein und die Bank für Thüringen. Darüber hinaus gingen die Norddeutsche Bank und
der
A. Schaaffhausen'sche Bankverein in ihren Besitz über (wobei die Namen dieser beiden Traditionshäuser
noch bis
1929 offiziell erhalten blieben).
Die Verschmelzung der Disconto-Gesellschaft mit der Deutschen Bank zur „Deutschen Bank und
Disconto-Gesellschaft"
im Oktober 1929 war eine Fusion unter Gleichen. Die Aktien wurden auf der Basis eins zu eins
umgetauscht.
|
| 1870
|
Am 10. März erfolgte die Gründung der Deutschen Bank. Adelbert Delbrück,
der als der "eigentliche Gründer" der Deutschen Bank gilt. Am 22. Januar 1870 wurde das Statut verabschiedet,
und am 10. März 1870 erteilte die preußische Staatsregierung die Konzession. Es war die letzte Konzession für
eine Aktienbank in Preußen, denn noch im selben Jahr wurde der Konzessionszwang aufgehoben.
Das Geldinstitut sollte vorallem dem
internationalen Geldtransfer des deutschen Handels dienen. Dieser lief bisher
über englische Banken. Das Aktienkapital betrug 20 Millionen Taler.
Hauptzweck war die Aussenhandelsfinanzierung. Aber davon konnte die Bank auf Dauer
nicht leben. Georg von Siemens führte daraufhin im Jahre 1871 Bankeinlagen in Bargeld
ein. Damit kam zusätzliches Geld in die Kassen und die Bank konnte sich vergrössern.
Für das deutsche Bankwesen war dies eine revolutionär anmutende Neuerung, .
|

Adelbert Delbrück

Erster Geschäftsraum
|

Georg von Siemens, Direktor
|

Georg von Siemens
|
|
| 1871
|
Die ersten Filialen werden in Bremen und Hamburg gegründet.
1873 kam die Filiale in London hinzu - Die wichtigste Auslandsfiliale bis 1914.
Weitere Auslandsfilialen waren in Paris, New York, Argentinien und China. Die Filialen in
Asien und Südamerika mussten aber wegen politischer und ökonomischer Probleme wieder
geschlossen werden.
|

Filiale in London, wichtigste Auslandsniederlassung bis 1914
|

Aktie, 1873
|
|
| 1883
|
Die Deutsche Bank beteiligt sich an der Northern Pacific Railway Co. Das Unternehmen
brach aber 1893 nach Fehlspekulationen zusammen. Die Deutsche Bank errichtete daraufhin
ein Reorganisationskomitee für die Besitzer der Eisenbahnfonds.
Bereits seit den 1830er Jahren hatte der Eisenbahnbau in den Vereinigten Staaten ausländisches Kapital
angezogen,
und nach 1875 wurde verstärkt um Investitionen geworben. Für die nun geplanten und im Bau befindlichen
Strecken,
die die Erschließung und Besiedelung des riesigen Kontinents ermöglichten und damit die Grundlage
für den kometenhaften
Aufstieg der USA als Wirtschaftsmacht schufen, reichten die amerikanischen Ressourcen allein nicht aus.
Vor allem im
letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hielten Ausländer größere Aktienpakete an den bedeutendsten
Eisenbahnunternehmen.
Siemens sah das enorme wirtschaftliche Potential der USA und wollte die Bank an den Gewinnen teilhaben
lassen,
die dort zu erwarten waren. "Ich glaube, daß wir in Berlin auch an die amerikanischen Sachen
heranmüssen", so schrieb er
im Juni 1883, "schließlich liegt uns Amerika näher als Italien, trotz des Gotthard". Siemens beklagte
sich über
Behinderungen von seiten der Politik, nach deren Einschätzung bei dem Engagement in den USA
außenpolitisch nichts zu
gewinnen sei. Siemens reiste Mitte August 1883 zu den Eröffnungsfeierlichkeiten der Northern Pacific
Railroad.
Er war von den Entwicklungsmöglichkeiten der Northern Pacific so beeindruckt, daß die Deutsche Bank
eine ansehnliche
Beteiligung erwarb.
Das Engagement bei der Northern Pacific wurde für die Bank allerdings ein kostspieliges und mit
Prestigeverlust
verbundenes Geschäft. Siemens geriet hier an einen Mann, der mit seiner persönlichen Ausstrahlung und
mit geschickter
Publicity Geldgeber gewinnen und immer neue Kredite mobilisieren konnte, dessen Unternehmungen im
Grunde aber auf
wackligen Füßen standen - dem Präsidenten der Northern Pacific, Henry Villard.
Während der pompösen Eröffnungsfeierlichkeiten der Northern Pacific spielte Villard den großzügigen
Gastgeber und hoffte,
neue Investoren für das Unternehmen zu gewinnen. Noch während der Feierlichkeiten verloren die Aktien
der
Eisenbahngesellschaft fast die Hälfte ihres Wertes. Siemens sah durchaus die finanziellen
Schwierigkeiten des
Unternehmens. Er sprach sich jedoch trotz des Risikos für ein Engagement bei der Northern Pacific aus,
da seiner Ansicht
nach das internationale Ansehen der Deutschen Bank durch eine erfolgreiche Konsolidierung des
Eisenbahnunternehmens
steigen würde.
|
|
| 1886
|
In Frankfurt wird eine Filiale errichtet und die "Deutsche Überseeische Bank"
in Berlin gegründet - dies unter sanften Druck des Auswärtigen Amtes. Schliesslich
war Deutschland ein Kolonialreich und es brauchte Banken im Ausland. So wurde 1889 die
"Deutsch-Asiatische-Bank" gegründet und die brachte gleich ihr eigenes Geld heraus.
|

Banknote der "Deutsch-Asiatischen-Bank"
|

Zentrale der Deutschen Bank in Berlin
|
|
| 1888
|
Die Deutsche Bank wird Konsortialführer für den Bau und Betrieb der "Anatolischen
Eisenbahn" von Istanbul nach Ankara.
Ein besonderes Ereignisse der Geschichte war der Bau der Bagdadbahn. Die Deutsche Bank
war als Finanzier und Betreiber beteiligt. Diese Bahnlinie sollte vom Bahnhof Haidarpascha
im asiatischen Teil Istanbuls bis an den Persischen Golf führen.
1903 wird dann die Bagdadbahn gebaut - aber erst 1940 fertiggestellt.
|

Bahnhof Haidarpascha
|
|
|
Eines der bekanntesten Ereignisse der Wirtschaftsgeschichte, an dem die Deutsche Bank als
Finanzier und
Betreiber
beteiligt war, ist zweifellos der Bau der Bagdadbahn. Sultan Abdul Hamid II. wandte sich im Jahre 1888
an deutsche
Finanzkreise. Eine Eisenbahn sollte das riesige Türkenreich vom Bosporus bis zum Schat el Arab
wirtschaftlich und
strategisch erschließen. Nach anfänglicher Skepsis engagierte sich die Deutsche Bank für dieses Projekt.
Im Oktober 1888 erhielt sie die Konzessionen für die ersten Teilstrecken von Haidarpascha nach Ismid
und von dort weiter
nach Ankara. Die Bauarbeiten wurden hauptsächlich von der Frankfurter Firma Philipp Holzmann
durchgeführt.
Trotz des schwierigen Streckenverlaufs ging es rasch voran. Bereits Ende 1892 war die nahezu 600
Kilometer
lange Strecke nach Ankara fertiggestellt. 1896 konnte auch die Eisenbahnlinie nach Konya mit weiteren
400 Streckenkilometern eröffnet werden. Die Verhandlungen über die Weiterführung der Eisenbahn von
Konya nach Bagdad und
weiter zum Persischen Golf nahmen die folgenden Jahre in Anspruch. Auseinandersetzungen mit den
anderen europäischen
Großmächten, deren politische und wirtschaftliche Interessensphären durch den Bahnbau berührt wurden,
brachten die
Bagdadbahn immer wieder in die öffentliche Diskussion. "Ich pfeife auf diese Konzession und die ganze
Bagdadbahn",
wetterte Georg von Siemens, der Vorstandssprecher der Deutschen Bank 1898. Die vielfachen politischen
Hindernisse hatten
ihm das Projekt so leidig gemacht, daß er die Bagdadbahn Anfang 1899 sogar dem russischen
Finanzminister Witte anbot.
Dieser lehnte jedoch dankend ab.
Die Bau- und Betriebskonzession für die Eisenbahn wurde einer eigens gegründeten AG türkischen Rechts,
der "Anatolischen
Eisenbahn-Gesellschaft", übertragen. Ihre Aktien waren mehrheitlich im Besitz der Deutschen Bank.
Im März 1903 unterzeichnete die Deutsche Bank schließlich doch die sogenannte Bagdadkonzession.
Der Weiterbau der Bahnlinie von Konya über das Taurus- und Amanusgebirge nach Mosul, Bagdad und Basra
ging in
Etappen von jeweils 200 Kilometern weiter.
Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs wurden rund 600 Kilometer fertiggestellt. Dennoch fehlten bis
Bagdad noch immer
650 Kilometer. Krieg und der Zusammenbruch des Osmanischen Reichs brachten die Bauarbeiten völlig zum
Erliegen.
Erst in den Jahren 1936 bis 1940 baute der irakische Staat die Bagdadbahn zu Ende. Am 15. Juli 1940
konnte der erste
Reisezug von Istanbul nach Bagdad fahren.
|

Plakat
|

Sultan Abdul Hamid II.
|

Georg von Siemens als Bahnwärter der Bagdadbahn (Karikatur von 1900)
|
|
|

Lokomotive der Bagdadbahn
|

Lokomotive der Bagdadbahn
|

Die Eisenbahnaktie
|

Bagdad:Schiffbrücke über Tigris
Vergrösserung
|

Karte der Bagdadbahn
Vergrösserung
|
|
|

Die Stahlbrücke über den Euphrat (1915)
|

Straßenbau im Taurusgebirge
|

Zum Bau der Bahnstrecke mußte erst eine Dienststraße gebaut werden.
|

Die erste Lokomotive in Bagdad 1912 (Hersteller Borsig);
vermutlich eingesetzt beim Bau der Strecke
|
|
| 1890
|
Gründung der Mannesmann Röhrenwerke
(mehr Infos über Mannesmann
hier)

Bestell-NR.: D324
Preisliste
Beschreibung und Preise finden Sie hier
|
|
Das erste Logo der Deutschen Bank war der "Kaiseradler" mit Krone und den Initialen "DB".
Er blieb ca. 60 Jahre das Emblem der Bank bis zur Fusion mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929.
Das Logo sah äußerlich dem preußischen und dem Reichsadler ähnlich. Das Logo und der Name trugen mit
dazu bei,
daß die Bank häufig als "staatliche Institution" galt - praktisch die Notenbank Deutschlands.
|
|
Die Fusion mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929 brachte ein einfacheres Logo.
Der neue Adler wurde vorallem auf Schecks, Sparbüchern und Kreditbriefen gedruckt.
|
|
| 1897
|
Unter Führung der Deutschen Bank wird die Kommanditgesellschaft "Siemens & Halske" in
eine AG umgewandelt.
Über Siemens finden Sie
hier Infos.

Beschreibung finden Sie hier
|
|
Ab ca. 1935 verwendete die Deutsche Bank eine Buchstabenmarke, ein "DB" im Oval.
Nach der Aufspaltung der Deutschen Bank in zehn Teilinstitute in den Jahren zwischen 1947 und 1952
übernahmen
die regionalen "Teilbanken" die Buchstaben-Zeichen - mit ihren jeweiligen Anfangsbuchstaben.
|
|
Auch die drei Nachfolgeinstitute, Norddeutsche Bank, Rheinisch-Westfälische Bank und Süddeutsche Bank
verwendeten von 1952 bis 1957 die Buchstaben-Marken mit je zwei stilisierten Münzrändern.
|
|
| 1903
|
Die Deutsche Bank erwirbt die rumänische Erdölgesellschaft Steaua Romana
|
|
|
| 1926
|
Die Bank beteiligt sich an der Gründung der Lufthansa und an der Fusion der
Daimler Motoren Ges. in Stuttgart und der Benz & Cie. in Mannheim zur Daimler-Benz AG.
Im Sommer 1926 begannen die beiden führenden deutschen Kreditinstitute, die Deutsche Bank und die
Disconto-Gesellschaft, die mehr als ein halbes Jahrhundert Hauptkonkurrenten gewesen waren,
diskrete Sondierungen über eine Verschmelzung. Zunächst blieben die Gespräche jedoch ergebnislos.
Fortschritte wurden erst erzielt, als sich die Deutsche Bank nach anderen Fusionspartnern umzusehen
begann.
Vor allem die Dresdner Bank war im Gespräch. Jetzt wachte die Disconto auf. Bei einem Treffen im
schweizerischen
Pontresina im Sommer 1929
zwischen den beiden Vorstandsmitgliedern Oscar Schlitter von der Deutschen Bank und Eduard Mosler von
der
Disconto-Gesellschaft begann der Plan Gestalt anzunehmen.
Es gelang, die Ergebnisse bis zum 26. September 1929 geheim zu halten. Erst während der Börsensitzung
dieses Tages wurde
bekannt, daß am Nachmittag die Aufsichtsräte beider Institute zusammentreten würden, um die
Verschmelzung zu beschließen.
Die Überraschung war groß.
Einen Monat später, am 29. Oktober 1929, genehmigten die Generalversammlungen beider Banken den
Zusammenschluß zur
"Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft". Damit war eine Bank geschaffen, die mit 800.000 Konten und
289 Filialen
nicht nur das mit Abstand größte Kreditinstitut Deutschlands war, sondern auch an die größten
englischen und
amerikanischen Banken Anschluß gefunden hatte.
Durch die Zusammenlegung der weit verzweigten Filialnetze und der Berliner Hauptverwaltungen sollten die
Verwaltungskosten spürbar gesenkt werden. Erreicht werden sollten diese Einsparungen auch über einen
Personalabbau.
Von den rund 21.000 Mitarbeitern der gemeinsamen Bank wurden rund 3.000 entlassen.
|
|
|

Zentrale der Deutschen Bank, Berlin Mauerstrasse 1929
|

Zentrale der Disconto-Gesellschaft Berlin Unter den Linden 1929
|
|
|
|

Aktie, 1923
|

Jungfernflug Lufthansa
|

Daimler-Werbung 1929
|

Daimler-Werbung 1929
Infos über Daimler finden Sie hier
|
|
| 1931
|
Am 19. September 1931 wird zum ersten Male in Deutschland eine
Bankenaufsicht eingeführt. Bisher gab es dies nur für die öffentlich-rechtlichen
Sparkassen und für Pfandbriefgläubiger.
Die Deutsche Bank muss auf Grund der Bankenkrise 50 Millionen RM bei der staatlichen
Golddiskontbank hinterlegen.
Am 13. Juli 1931 bereitete die Reichsregierung die Bevölkerung auf weitere finanzielle
Schwierigkeiten während der kommenden Wochen und Monaten vor.
"Der Hoover-Plan hat der Finanzwirtschaft des Deutschen Reiches eine starke Entlastung
verschafft. Eine große Geldsumme, auf deren Weiterbelassung das Reich Anspruch hatte,
konnte den Banken zurückgegeben werden. Für die private Wirtschaft aber haben die Wochen,
in denen um diesen Plan gerungen wurde, ungeheuren Schaden angerichtet. In die Milliarden
gehende Summen, die vom Ausland kurzfristig nach Deutschland geliehen waren, sind
angesichts der Unsicherheit der Lage zurückgezogen worden.
Auch heute ist volle Beruhigung noch nicht eingetreten. Wenn auch das Ziel sein muß, daß
die deutsche Wirtschaft wieder dahin kommt, mit eigenen Mitteln zu arbeiten, so ist es
doch jetzt notwendig, wenn nicht die schwersten Stockungen eintreten sollen, daß weitere
Abzüge unterbleiben."
|

Geldkreislauf nach dem Dowes-Plan 1924
|

Aktie, 1929
|
|
|
|
Kann eine Bank nicht mehr alle Auszahlungswünsche von Kunden bedienen, verliert sie
das notwendige Vertrauen. Inhaber von Sparkonten werden diese dann kündigen, die Bank
bricht zusammen. So geschah dies im Mai 1931 mit der Österreichischen Kreditanstalt in
Wien. Ihr Zusammenbruch wirkte auch nach Deutschland hinein, wo wenige Wochen später die
renommierte Darmstädter- und Nationalbank in Konkurs ging. Auch andere Banken gerieten
in den Strudel. Flüssige Gelder von der Reichsbank waren nicht zu erwarten. Diese mußte
auf die Stabilität der Währung Rücksicht nehmen und hatte erst 1923 mit viel Mühe die
Inflationsmark auf eine stabilere Rentenmark umgestellt. So begann der Ansturm der Sparer
auf ihre Bankkonten, um diese aufzulösen und vor dem Verlust durch Bankpleite zu retten.
Dies ist natürlich "sicherste Mittel", um die befürchtete Gefahr auch tatsächlich
herbeizuführen. Daß die Reichsregierung "Bankfeiertage" verordnete, an denen alle
Kundenschalter geschlossen waren, konnte da auch nicht mehr viel retten. Der
durchsichtige Trick vertiefte nur das Mißtrauen der Kunden.
|

Sparer in Berlin wollen ihre Konten auflösen
|
|
| 1937
|
Der Name "Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft" blieb nur wenige Jahre in Gebrauch.
Im Oktober 1937 verzichtete die Bank auf den umständlichen Doppelnamen und kehrte zur schlichten
Bezeichnung
"Deutsche Bank" zurück. Ein neues Logo wurde eingeführt
|

Sparwerbung der Deutschen Bank in der Kriegzeit
|
|
| 1945
|
Die Zentrale der Bank in Berlin wird geschlossen und die Niederlassungen im Osten durch
die Russen besetzt. Die Bankleitung zieht nach Hamburg um.
|
|
| 1947
|
Nach dem Weltkrieg II wird die Bank in 10 Teilbanken aufgespalten
|
|
| 1949
|
Die "Berliner Disconto Bank" wird als Nachfolger der Deutschen Bank gegründet.
|
|
| 1952
|
Die Nachfolgeinstitute werden in 3 AG`s zusammengefasst:
- Norddeutsche Bank AG, Hamburg
- Rheinisch-Westfälische Bank, Düsseldorf
- Süddeutsche Bank, München und Frankfurt
|
|
| 1957
|
Die 3 AG`s werden wieder zur Deutschen Bank mit Sitz in Frankfurt.
Die Führer in den Banken hatten schon immer guten Kontakt zu den politischen Führern.
Den größten politischen Einfluss, den ein Vorstandssprecher der Deutschen Bank bei einem deutschen
Regierungschef auszuüben in der Lage war, hatte zweifellos Hermann J. Abs bei Konrad Adenauer.
Die Lebenswege Adenauers und Abs kreuzten sich erstmals unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs,
als beide im Aufsichtsrat der RWE saßen. Abs übernahm mit der Leitung der Kreditanstalt für Wiederaufbau
eine der Schlüsselfunktionen des wirtschaftlichen Neubeginns in den drei westlichen Besatzungszonen.
Seit dieser Zeit gehörte er zu den engsten Finanz- und Wirtschaftsberatern Adenauers.
Als dann die Regelung der deutschen Auslandsschulden auf der Tagesordnung stand,
berief Adenauer Hermann J. Abs zum Chefunterhändler der deutschen Delegation.
Die langwierigen und komplizierten Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern wurden zu
seinem politischen Glanzstück, gelang es doch mit dem Londoner Schuldenabkommen von 1953,
die Kreditwürdigkeit Westdeutschlands im Ausland wieder herzustellen.
Spätestens seit den Verhandlungen über die Auslandsschulden gehörte Abs zum engeren Kreis des
Bonner Machtzentrums. Er war nicht nur im Kanzleramt regelmäßiger Gast, auch bei Kabinettssitzungen
war sein fachkundiger Rat mehrfach gefragt. 1952 wollte ihn Adenauer sogar zum Außenminister machen.
Als Adenauer aber sowohl im Kanzleramt als auch in der CDU-Fraktion auf Widerstand stieß, blieb er weiter
Kanzler und Außenminister in Personalunion.
|
zur Vergrösserung
Einladung Adenauers an Josef Abs
|
|
| 1959
|
Das Privatkundengeschäft wird eingeführt
|
|

|
|
| 1961
|
Die Deutsche Bank ist Konsortialführer bei der Ausgabe der VW-Volksaktie
Mehr Infos über VW finden Sie hier.
|

Bestell-NR.: D357
Beschreibung und Preise finden Sie hier
|
|
| 1996
|
Die ersten Banking Shops in Supermärkten werden eingerichtet.
|

Banking Shop in Rheine
|
|
| 1999
|
Bankers Trust wird übernommen und die Bank24 gegründet.
|
|
|
| 2001
|
Die Deutsche Bank geht an die Börse in New York
|
|
|