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Antiquariat alte historische Aktien
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ADT - American District Telegraph Company
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| 1909 | ADT und Western Union werden von AT&T gekauft und umstrukturiert. In den Jahren danach wurde ADT die führende Firma für Notrufsysteme oder Einbruchmeldesysteme. Und 1930 war ADT die führende Firma auf dem Sicherheitssektor. |
| 1980 | American District Telegraph Company wird in ADT umbenannt |
| 1987 | ADT wird von Hawley Group gekauft und in ADT Security Systems umbenannt. Der Geschäftssitz wird von New York City nach Parsippany /N.Y. verlegt. |
| 1990 | ADT hat mehr als 1 Mill Kunden |
| 1995 | Umbennenung in ADT Security Services und Verlegung des Firmensitzes nach Boca Raton/ Florida. |
| 1998 | ADT wird von TYCO International übernommen |
| Ein Überblick über den USA-Sicherheitsmarkt |
| Sicherheit war schon immer ein Bedürfnis der Menschen und dies war auch so mit der Alarmierung, wenn Gefahren auftraten.
Die Bedrohung hatte natürliche Gründe wie Feuer oder Flut oder menschengemachte wie Angriffe durch Feinde.
Lange Zeit gab es zur Warnung nur Trommeln oder Trompeten. Je weiter sich die Menschheit entwickelte, umso mehr Gefahren gab es und umso besser musste gewarnt werden können. Rauchsignale, farbige Raketen, Spiegel auf einer Bergspitze wurden benutzt. Durch die Industrialisierung im 18.Jahrhundert zogen grosse Menschenmassen in die Städte. Das erhöhte die Gefahren. In kleineren Städten wurden Feuersirenen eingesetzt, in grösseren Städten warnten besser klingende Feuerglocken vor dem Feuer. Hierzu wurden extra Menschen eingestellt, die in Kirchen, Rathäusern, hohen Gebäuden nach Feuer Ausschau hielten. |
![]() Ausgabe der Meldung des Telegraphen auf Papier (Lochstreifen) ![]() Patentanmeldung des Morse-Telegraphen ![]() Werbeblatt der ADT ![]() Werbeplakat der ADT |
1835 zerstörte ein Feuer 700 Gebäude in New York City und brachte einen Schaden von 20-40 Mill $.
Der Grund für diesen Schaden war: alle Feuerglocken läuteten und die Feuerwehr wusste nicht wohin sie zum Löschen
fahren sollte. Als Ergebnis aus dieser Situation wurde die Stadt in verschiedene Bezirke eingeteilt, die jeweils
einen eigenen Feuermelder auf einem Turm hatten. 1842 hatten alle Bezirke ihre eigene Feuerglocke und die Feuerwehren
konnten am Klang erkennen, ob das Feuer in ihrem Bezirk war. Aber die Kommunikation unter den Feuermeldern - und das
waren immer noch Menschen - blieb schlecht. Deshalb führte 1847 Cornelius Anderson den Telegraph zur Feuermeldung ein. Jeder Beobachtungsturm wurde zu einem zentralen Beobachtungsturm verdrahtet und zu jeder Feuerwache. Nun konnte die genaue Lage der Feuer in einem District innerhalb weniger Sekunden zum zentralen Beobachtungsturm gemeldet werden, der wiederum sofort die nächstgelegene Feuerwache informierte. Diese Methode der Signalweitergabe wurde von der American District Telegraph Company (Dr. W.F. Channing und Moses Farmer) weiterentwickelt und führte zur "Call Box". Wenn ein Hebel an dieser "Call Box" gezogen wurde, dann wurde automatisch eine Meldung über einen Telegraphen an die Zentrale geschickt. Boston war die erste Stadt, die diese "Call Box" 1851 einführte und 1854 waren bereits 42 Geräte installiert. Der Telegraphentext beinhaltete den Ort, von dem gesendet wurde. In der Zentrale wurde die Meldung ausgedruckt, um einen schriftlichen Nachweis zu haben. Nicht nur Feuer wurde gemeldet. Auch der Einbruch sollte gemeldet werden. Früher wurde Einbruch meist durch Stolperdraht verbunden mit einer Mausefalle gemeldet. Im Juni 1853 meldete Augustus Pope of Sommerville / Mass. ein Patent an, das "Ektro-magnetische Alarme" für Einbruchmeldungen benutzte. Die Erfindung war für Privatwohnungen gedacht. Hierzu wurden magnetische Schalter an Fenster oder Türen benutzt. Die Schalter waren mit einer Batterie und einer Glocke verbunden - und die Glocke wurde im Schlafzimmer installiert. 1857 verkaufte Pope sein Patent an Edwin Holmes aus New England, der einen Schneidershop hatte und Hemden herstellte. Um das Patent in die Praxis umzusetzen benötigte er eine Reihe von elektrischen Teilen. Aber es gab nur eine kleine Zahl von Geschäften, die elektrische Teile verkauften. Aber er hatte Glück; nicht weit von ihm entfernt war das Geschäft von Hinds und Williams. Die hatten meist, was er benötigte. In diesem Geschäft kaufte er Glocken und Schalter. Die erforderlichen isolierten Kupferdrähte stelle Holmes selbst her. Hierfür benutzte er seine Erfahrung mit der Herstellung von Baumwollhemden. Er umkleidete das Kupfer einfach mit der Baumwolle und färbte dann das ganze mit grüner Farbe. In Boston war der Verkauf für sein neues Alarmsystem gering, so zog er zum mehr kriminellen New York um. Auch hier war der Verkauf schleppend, denn niemand wollte glauben, dass ein Einbruch an einem Fenster im Erdgeschoss in den 2. Stock gemeldet werden konnte. Er überzeugte aber seine Kunden dadurch, dass er ein Musterhaus baute und sein Alarmsystem praktisch vorführen konnte. Die Leute waren überzeugt. Er konnte mit dem Verkauf sein Produkt verbessern. So konnte er den Status von jedem angeschlossenen Fenster oder jeder Tür durch Farbschilder anzeigen. Zusätzlich baute er eine Uhr ein, die das System während der Nacht oder der Abwesenheit der Bewohner einschaltete oder ausschaltete. Während die Feuermeldesysteme bereits die Idee der "zentralen Stelle" verwirklicht hatten, war dies bei der Einbruchmeldetechnik noch nicht der Fall. Erst 1871 wurde dies durch E.A. Calahan eingeführt. Calahan richtete einen "District Melder Service" ein und unterteilte wie bei der Feuermeldeseite den Grossraum New York in einzelne Distrikte. Um Calahan`s Idee kommerziell zu verwirklichen, wurde 1871 die American District Telegraph Co. of New York gegründet. Die hatte 1874 bereits 12 Stationen in Manhattan. Holmes wurd der erste Präsident der "Bell Telephone Co. of New York". |
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